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ÚPN und ÚSTR im Wirbel der Politik

[Eine aktualisierte und überarbeitete Version dieses Beitrags erschien im April 2015 auf dem Blog http://erinnerung.hypotheses.org/ ]

Das tschechische Institut für das Studium totalitärer Regime (Ústav pro studium totalitních režimů, ÚSTR) sei mit einem Geburtsfehler auf die Welt gekommen. So äußerte sich vor anderthalb Jahren der tschechische Historiker Michal Kopeček in einem Interview für Radio Prag1). Der Anlass des Interviews war damals die Abberufung Daniel Hermans, des vierten Institutsdirektors in fünf Jahren. Kopeček sah den Geburtsfehler darin, dass das Institut 2007 von einer rechtsgerichteten Regierung initiiert und gegen den Willen der linken Parteien – der Sozialdemokratie und der Kommunisten – durchgesetzt wurde. Außerdem sei dadurch, dass sowohl der Verwaltungsrat als auch der wissenschaftliche Beirat vom Senat gewählt werden, die Politisierung des Instituts, das die Akte der Staatssicherheit zugänglich machen und die Ära der Diktatur erforschen soll, vorprogrammiert.

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  1. S. dazu „Politisierung war vorprogrammiert“ – Historiker Kopeček über Totalitarismus-Institut ÚSTR“, 29.04.2013 http://radio.cz/de/rubrik/politgesprach/politisierung-war-vorprogrammiert-historiker-kopecek-ueber-totalitarismus-institut-ustr Letzter Zugriff: 6.11.2014