Schlagwort-Archiv: Tschechien

10 Jahre „Geschichten des 20. Jahrhunderts“

[Eine aktualisierte und erweiterte Fassung dieses Beitrags erschien im Juni 2016 auf der Webseite erinnerung.hypotheses.org.]

„Es beginnen die Geschichten des 20. Jahrhunderts. Regelmäßig zu dieser Zeit versuchen wir bekannte und vergessene Ereignisse der Zeitgeschichte zu beleuchten. Wir erzählen Schicksale, die vergessen wurden oder vergessen werden sollten. Auch die tschechische Geschichte hat ihre Helden und Feiglinge, dunkle Perioden und Momente der großen Taten.“

Seit 10 Jahren wird mit diesen Worten die dokumentarische Sendereihe des Tschechischen Rundfunks „Geschichten des 20. Jahrhunderts“ eingeläutet. Seitdem entwickelte sich die Reihe, in der Zeitzeugen zu Wort kommen, zu einem der beliebtesten Sendeformate mit über 480 Sendungen.

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Die Suche nach der richtigen historischen Parallele in tschechischen Debatten zur Krim-Krise

Im tschechischen Verhältnis zu Russland lassen sich in der Vergangenheit verschiedene Phasen identifizieren, die von den panslavistischen Vorstellungen des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts, der Wahrnehmung Russlands als Befreier der Tschechoslowakei im Zweiten Weltkrieg und des traumatischen Ereignisses des Prager Frühlings maßgeblich geprägt wurden. Dabei ist insbesondere das letztgenannte Ereignis immer noch stark präsent und belastet die gegenwärtigen Beziehungen. Die Diskussionen, die die Ukraine-Krise auslöste, brachten viel von den alten Ängsten und den nationalen Traumata (nicht nur im Verhältnis zu Russland) an die Oberfläche. Gemischt mit aktuellen Interessen führten sie zu Auseinandersetzungen darüber, wo die historischen Parallelen zur Ukraine-Krise gesucht werden sollten.

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